Hauptmann von Köpenick soll zum immateriellen Kulturerbe werden

Pressemitteilung

Kulturstaatsministerin Grütters und Niels Korte
Kulturstaatsministerin Grütters und Niels Korte
Der Verein Kulturerbe Köpenicker Hauptmann-Geschichte e.V. unter ihrem Vorsitzenden und Bundestagskandidaten Prof. Dr. Niels Korte hat die Einreichung dieses Antrages bei der Deutschen UNESCO-Kommission vorbereitet. Ziel ist es, die so wichtige Hauptmannsgeschichte dauerhaft in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen und so ein Fundament zu schaffen, um die Erzählung am Leben zu halten.

In diesem Zusammenhang gelang es Niels Korte, als Sofortfinanzierung eine Spende in Höhe von 5.000 Euro durch die Stiftung von Rohdich’scher Legatenfonds für den Hauptmanndarsteller und seine Garde bereitzustellen. Damit soll die Tourismusarbeit der Hauptmannsfigur im Bezirk mittelfristig gesichert werden.
 
Zur feierlichen Übergabe des Spendenschecks vor historischer Kulisse besuchte Prof. Monika Grütters, Kulturstaatsministerin und CDU-Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, den Hauptmann am Köpenicker Rathaus.
 
„Als Staatsministerin für Kultur möchte ich dafür Sorgen, dass die mündlich überlieferten
Traditionen nicht absterben. Wir können Denkmäler erhalten - draußen mit Denkmalschutzgeldern - und das tun wir in großem Umfang. Viel schwieriger ist es natürlich, Dinge am Leben und im Bewusstsein zu erhalten, die nicht in Stein gemeißelt sind“, so Grütters.
 
„Dass die Staatsministerin Monika Grütters den Vorschlag mit ihrem Besuch in Köpenick
unterstützt, verleiht dem Anliegen ein hohes Gewicht und Aussicht auf Erfolg“, so Niels Korte.
 
Niels Korte glaubt, dass die wirtschaftliche Zukunft der Hauptmannsfigur dadurch gesichert werden
kann: „Die Aufnahme der Hauptmannserzählung in die Liste des nationalen Kulturerbes wird auch
dazu beitragen, der Arbeit unseres heutigen Hauptmanns von Köpenick und seiner
Hauptmannsgarde eine neue und zukunftssichere Grundlage zu geben.“
 
Historische Pointe: Die Stiftung, die heute den Hauptmann unterstützt, wurde schon 1796 durch Friedrich Wilhelm von Rohdich gegründet, um die Tradition des preußischen Ersten Garderegiments zu Fuß zu pflegen und sozialen Zwecken und dem Heimatgedanken zu dienen. Der Uniform genau dieses Garderegiments bediente sich dann 1906 auch Friedrich Wilhelm Voigt als späterer Hauptmann von Köpenick für seinen Coup im Köpenicker Rathaus.
 
Der Stiftungsvorsitzende Albrecht Schwabe machte in seiner Rede deutlich, dass der
Legatenfonds gerne hilft und die Garde dem Hauptmann jegliche Amtsanmaßung verzeiht.
 
Grütters gab sich am Ende optimistisch, dass die Aufnahme der Hauptmannsgeschichte in das Verzeichnis gelingen kann. „In der Regel ist es meine Aufgabe als Staatsministerin, die neuen Aufnahmen auf die Liste mit einem Festakt zu ehren.“

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